Mein Testzyklus mit dem Femometer Vinca II

Belichtungszeit   e

by Nancy Mergenthaler

Dass die symptothermale Methode das Mittel der Wahl ist, wenn man zuverlässig seinen Eisprung bestimmen will, ist wohl schon jedem klar. Doch viele Frauen sind sich unsicher, denken es ist zu kompliziert oder passt icht zu ihnen.

Da kommt es ganz gelegen, dass es Tools gibt, die einem zumindest die Auswertung übernehmen.

Die Verpackung hat mir gut gefallen, sehr schlicht aber edel und erinnert an eine Handyverpackung aus Pappe.

Das Gerät an sich ist sehr leicht und fühlt sich sehr nach Plastik an, klingt komisch, aber da ich selbst immer ein Thermometer aus biegbarem Silikon verwendete, fühlte es sich anfangs fremd an. Man merkt, dass es relatv einfach verarbeitet ist, aber das ist ok für den Preis. Das Vinca II besitzt einen Display, was ich persönlich ganz gut finde.

Ich habe mir im Laufe des Zyklus ein paar Notizen und Screenshots gemacht, um euch besser erklären zu können was mir aufgefallen ist.

Als erstes sollte man sich die zugehörige App herunter laden, ich habe vom Hersteller die Premiumversion testen dürfen und kann deswegen auch nur darüber berichten. Wenn man die App öffnet ist sie nett anzusehen, schöne Farben. An den einzelnen Tagen findet man groß mittig seine aktuelle Temperatur, darunter kann man Symptome, Zervixschleim, Periode etc. eingeben.

Im Kalendermodus hat man eine grobe Übersicht über Periode und Eisprung, klickt man die einzelnen Tage an, kann man ein paar Informationen lesen, die Temperatur allerdings nicht noch einmal nachvollziehen, was mich ziemlich stört.

Wenn ich die Analyse meiner letzten Kurve öffne, dann steht da, mein Zyklus wäre zu lang. Was auch richtig ist, allerdings habe ich am Anfang ausgewählt von PCOS betroffen zu sein. Worauf die App generell nicht wirklich geachtet hat, aber das kommt später.

„Die Übertragung der Temperatur funktioniert relativ schnell und einfach, allerdings muss man die App öffnen und die Kappe vom Thermometer abnehmen.“

Generell finde ich die App ziemlich überladen, man muss viel hin und her klicken um wieder zu finden was man eigentlich sucht, manchmal wird man auch einfach nicht fündig, es so zu sehen wie man es gerne hätte. Viele Informationen sind auch nicht nötig, um per symptothermaler Methode den Zyklus zu verfolgen. Aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass viele Frauen es gut finden, so viele Infos wie möglich angeben zu können. Die Übersetzung ins Deutsche ist sehr schlecht, allerdings hatte ich zwischenzeitlich auch die Benachrichtigung bekommen, dass daran nun gearbeitet wird. Die Datenübertragung läuft eigentlich ganz gut. Warum eigentlich? Ich hätte es mir noch einfacher gewünscht, denn die Zeit die ich zum Übertragen brauche, könnte ich die Temperatur auch direkt aufschreiben. Hat man es einmal raus, geht es aber gut.

Mein Problem lag an Folgendem: ich habe nachts meinen Flugmodus an, denn wenn ich mein Handy schon im Schlafzimmer habe, fühle ich mich so wohler. Ich ging davon aus, dass die Daten sofort übertragen werden, sobald ich den Flugmodus aus mache, was nicht der Fall war. Man muss also jedesmal die App öffnen dann die Kappe abziehen (ich habe es ohne Abziehen probiert, aber es hat nicht funktioniert) und kurz verbinden lassen. Das dauert nur einige Sekunden und schon sind die Werte übertragen, das kannst du oben im Video sehen. Vergisst man die Übertragung mal einen Tag, holt er das nach. Allerdings musste ich manchmal mehrmals die Kappe öffnen, es war also nicht immer reibunglos. Gut finde ich, dass es auch die Messzeit richtig abspeichert und mit übernimmt und dass man die letzte Temperatur noch einmal sieht, wenn man das Thermometer öffnet.

Nun zu meiner Anwendung:

Das Thermometer in den Mund zu nehmen fühlte sich anfangs etwas komisch an, aber man gewöhnt sich dran. Es ist eben relativ hart und unter der Zunge nicht angenehm, aber in Ordnung.

Ich habe am 7. Tag meines Zyklus begonnen zu messen, ich kann leider im Kurvenmodus nicht erkennen, wann ich meine Periode hatte, das steht nur im Kalender. Da ich PCOS habe, weiß ich dass meine Zyklen länger sind als normal, aber trotzdem reeelativ gleichmäßig, zwischen 33 und 40 Tagen, wie gesagt, kann man Erkrankungen mit angeben.

Zu Beginn setzte die App meinen Eisprung für den 30.10 fest, warum weiß ich nicht, ist wahrscheinlich die Kalendermethode, achtung, die ist nicht zuverlässig 😉 Als sich meine Temperatur nicht änderte, beschloss die App, ich bekomme gar keinen Eisprung und ich sei diesen Zyklus unfruchtbar. (Alleine diese Gedanken inmitten der Kinderwunschzeit, machen Panik und lassen die Finger bei Google glühen und das noch dazu völlig unbegründet.)

Die App bestätigte mir jeden Tag ich sei unfruchtbar, sogar als ich begann Zervixschleim einzugeben, änderte sich daran nichts. Deswegen möchte ich jetzt schon sagen: Finger weg als Verhütungsmethode!!

Meine erste höhere Messung fand am 4.11 statt, ich dachte oh! spätestens jetzt, müsste die App doch reagieren, immerhin bin ich rein theoretisch noch fruchtbar, das sollte sie mir schon sagen. Doch der Eisprung wurde immernoch für den 30.11 voraus gesagt, das ging so bis zum 7.11. (Nochmal: das sorgt für ziemliche Verwirrung bei Kinderwunschfrauen, ohne Vorwissen ist man wohl ziemlich am Ende mit seinem Latein und ich hatte schon die 4. höhere Messung)

Ich war echt enttäuscht, denn einfacher konnte man die Kurve nicht auswerten als 6 niedrige Werte und dann 3/4 höherer Werte… das hat mich schockiert und ich verstehe nun jede Frau aus meiner Facebookgruppe die ihre kleine Kinderwunschwelt nicht mehr versteht und an sich und ihrem Körper zweifelt.

Schließlich wurde mein Eisprung dann doch richtig angezeigt, nur würde es jemanden völlig verwirren, der nichts über das Thema weiß.

Fazit:

Ich teste das Femometer noch einen weiteren Zyklus, eventuell ist die Startphase schwierig für ihn. Und doch war meine Kurve ziemlich einfach auszuwerten und hätte für den Algorithmus problemlos machbar sein müssen. Mit meinem Testzyklus bin ich also nicht wirklich zufrieden. Zur Aufzeichung der Werte ohne Zettel und Stift finde ich es nichts desto trotz praktisch und denke bzw. hoffe, dass das Femometer noch eine ganze Menge verbessern wird. Immerhin ist die Konkurrenz, was Zyklustracking angeht stetig wachsend.

Ich hoffe ihr konntet aus meinem Testbericht etwas mitnehmen! Anmerken möchte ich noch, dass es für den Preis ok ist, vorallem in der Anfangsphase. Nur rate ich dir, professionelle Hilfe mit einzuholen, die über die Kurve rüber schaut und dir eventuelle Bedenken nehmen kann. Das Femometer Vinca II wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt und mein Rabattcode ist noch gültig. Ihr findet ihn auf meiner Empfehlungsseite.

Liebe Grüße und hinterlasse gern einen Kommentar, deine Nancy